Die Fahrzeugindustrie vollzieht den weitreichendsten Wandel seit der Erfindung des Automobils. Die Digitalisierung führt zu vernetzten und autonomen Fahrzeugen. Bei der Suche nach alternativen Antrieben setzen die Hersteller voll auf die Elektromobilität. Bis 2030 beabsichtigt die EU-Kommission, dass auf den europäischen Straßen 30 Prozent der Autos mit alternativen Antrieben fahren.

Neue Kompetenzen bei Herstellern und Lieferanten erforderlich

Angesichts der Veränderungen in der Fahrzeugindustrie entsteht für die Automobilhersteller der Bedarf, ihre Kompetenzen zu erneuern. Die Vernetzung der Fahrzeuge erfordert beispielsweise Know-how im Bereich Softwareentwicklung, Cloud-Technologien, Cybersecurity und künstliche Intelligenz. Neben dem Aufbau von internen Ressourcen besitzt der Zugang zu externem Wissen eine hohe Bedeutung. Die Transformation der Branche betrifft die Hersteller sowie gleichermaßen deren Lieferanten und Partner. Rund 80 Prozent der Wertschöpfung bei der Entwicklung und Produktion eines Fahrzeugs entfällt auf die Zulieferer.

Etablierte Verfahren wie Spritzguss weiterhin benötigt

Dadurch passen auch die Zuliefererbetriebe ihre Leistungen an die veränderten Rahmenbedingungen an. Die Lieferanten verfolgen unterschiedliche Ansätze. Bevorzugt große Unternehmen erweitern ihr Spektrum. Sie dringen in neue Bereiche vor. Dazu gehört etwa das Angebot von Software- und Cloud-Lösungen als Dienstleister. Für die Fertigung wenden spezialisierte Zulieferer etablierte Verfahren sowie neue Technologien an. Als Beispiel eignet sich das Spritzguss-Verfahren zur Verarbeitung von Kunststoffen. Hierbei spritzen Maschinen das plastifizierte Material unter Druck in ein Werkzeug. Nach dem Abkühlen behält der Kunststoff seine Form.

Leichte Elektrofahrzeuge dank Kunststoff

Kunststoffteile aus dem Spritzguss-Verfahren überzeugen bei ihrer Verwendung in der Fahrzeugfertigung durch Langlebigkeit und ein geringes Gewicht. Angesichts der Vorteile ergibt sich ein breites Einsatzspektrum der Technologie in der Automobilindustrie. Kleine Elemente der Elektronik und größere Leichtbauteile der Karosserie bestehen aus Spritzguss.

Der Wechsel zur Elektromobilität stellt für Unternehmen aus der Spritzguss-Fertigung eine Chance dar. Bei den Elektrofahrzeugen kommt Kunststoff unter anderem bei Batteriekomponenten zum Einsatz. Eine hohe Reichweite setzt ein geringes Gewicht der Fahrzeuge voraus. Die leichten Kunststoffe tragen zur notwendigen Gewichtsreduktion bei. Gleichzeitig verhindern hochwertige Kunststoffteile, dass klappernde Geräusche aufgrund des leisen Motors zu hören sind.

Zeitlose Komponenten: dekorative Kunststoffteile von Knauf

Eine vollständige Abkehr vom bisherigen Portfolio der Lieferanten ist nicht notwendig. Bei Elektrofahrzeugen besteht weiterhin Nachfrage nach äußeren Spritzgieß-Komponenten wie Kotflügel, Sensorhalter oder Heck- und Kofferraumverkleidungen. Dasselbe gilt für Innenteile, zum Beispiel das Armaturenbrett oder Dachmodule. Solche Produkte gehören zum Sortiment von Knauf Automotive. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 80-jährige Historie zurück. Knauf beliefert die größten Automobilhersteller sowie deren Tier-1-Lieferanten. Der Fokus liegt auf dekorativen Teilen mit thermoplastischer Einspritztechnologie. 

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